Sonnenschutz – Der Sommer kann kommen

Klemmmarkise

Klemmmarkise bei Amazon

Die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und nicht nur Haus- und Gartenbesitzer blicken in freudiger Erwartung auf den kommenden Sommer. Dann kann man es wieder genießen, das Frühstück auf der heimischen Terrasse oder den Grillabend mit Freunden im Garten.

Aber auch schon im Frühling kann die Sonne recht intensiv sein, und so ist es sinnvoll, sich jetzt schon einmal Gedanken über den passenden Sonnenschutz zu machen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, Schatten auf den Balkon oder die Terrasse zu bringen. Einer der Klassiker unter den Sonnenschutzmöglichkeiten ist – neben dem herkömmlichen Sonnenschirm – die Markise.

Sie bietet Schutz und Dekoration gleichermaßen. So kann eine Markise schon durch die vielfältige Farbgebung dazu beitragen, ein Gebäude aufzuwerten. Die Vorteile der Markise sind zahlreich. „Die angrenzenden Räume heizen sich nicht zu stark auf“, sagt der Berliner Immobilienberater Jörg Hausmann. „Ein weiterer Vorteil ist der relativ große Schattenplatz unter einer Markise. Auch bei einer größeren Gruppe können alle im Schatten sitzen.“ Markisen sind zudem äußerst flexibel. Durch das beliebige Ein- und Ausfahren ist es möglich, einem Teil der Gruppe das Sitzen in der Sonne zu ermöglichen.

Installiert wird diese Sonnenschutzvorrichtung fest an einer tragenden und geraden Hauswand. Bei Wind hält sie einer Stärke von etwa 30 bis 35 km/h stand, ehe die Gefahr besteht, dass sie sich wie ein Segel aufbläht und aus der Wand gerissen wird.

Sonnensegel

Sonnensegel auf Amazon

Eine etwas neuere Form des Schattenspenders ist das sogenannte „Sonnensegel“. Bei diesem kann je nach Bedarf eine Seite abgesenkt werden. Auf diese Weise dient es vorzüglich als Sichtschutz und kann auch bei Regen aufgestellt bleiben. Durch die gleichzeitige Wirkung von Zug- und Querlast, da die Segel an mindestens drei Punkten befestigt sind, erhöht sich der Windwiderstand. Hausmann: „Das Segel hält Stärken bis zu 55 km/h aus.“

Immer beliebter wird auch natürlicher Sonnenschutz durch Pflanzen. Die Kletterpflanzen können an Rankgittern nach oben wachsen und so einen Sicht- und Sonnenschutz bieten. Als Rankgewächse eignen sich insbesondere solche, denen die direkte Sonneneinstrahlung nichts ausmacht. „Dazu gehören unter anderem Efeu, Clematis, Brombeeren oder Weinreben“, sagt der Immobilienberater. Die Pflanzen haben außerdem den angenehmen Effekt, dass sie die Hitze abschirmen. Selbst bei einer Außentemperatur von 30°C ist es daher im Schatten angenehm.

Dieser pflanzliche Sonnen- und Sichtschutz passt sich übrigens nicht nur natürlich in den Garten ein. Man kann ihn auch auf dem Balkon einsetzen. Hierbei muss man allerdings darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu sehr auf die Hausfassade übergreifen. Der hohe Pflegeaufwand ist daher einer der Nachteile: Die Kletterpflanzen müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit sie sich optimal verzweigen können und sich nicht ungehindert ausbreiten. „Vom Kostenaufwand her ist dieser Sonnenschutz recht günstig. Jedoch dauert es einige Zeit, bis die Pflanzen groß und dicht genug gewachsen sind, um einen effektiven Sonnenschutz zu bieten“, sagt Hausmann. Auch ist Mobilität durch die Verwurzelung der Pflanzen nicht gegeben.

Alles in allem hat jede Sonnenschutz-Variante ihre Vor- und Nachteile. Die Markise bietet zwar einen hohen Komfort durch das einfache Ein- und Ausrollen, allerdings ist sie nicht mobil einsetzbar. Wind- und Regensicherheit sowie Mobilität findet man am ehesten beim Sonnensegel. Allerdings fügt es sich nicht natürlich in den Garten ein. Dieser Vorteil liegt bei den Kletterpflanzen. Mobilität können sie dagegen aber nicht bieten, sind sie doch durch ihre Verwurzelung mit dem Boden fest an einen Platz gebunden. Das Segel bietet daher die beste Möglichkeit, im Garten einen optischen Blickfang und einen mobilen Sonnenschutz zu haben.