Quitten Anbau und Pflege

Quitten Anbau

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In den Gärten unserer Großmütter spielten Quitten eine größere Rolle als heute. Vielleicht liegt es daran, dass die Früchte roh nicht essbar sind. Sie müssen diese erst kochen. Dafür sind Quittengelee oder Likör eine Delikatesse. Die Sträucher beziehungsweise Bäume sind anspruchslos. Sie verdienen da, wo Platz vorhanden ist, wieder mehr Aufmerksamkeit.

Quitten Anbau im Garten

Quitten lassen sich als Baum oder als Busch pflanzen. Erst in späteren Jahren müssen beide Formen lediglich ausgelichtet werden. Sie können zwischen Birnen- oder Apfelquitten wählen. Die Form der Früchte entspricht ihrem Namen. Geschmacklich sollen Apfelquitten die aromatischeren sein. An den Boden stellen die Pflanzen keine Ansprüche. Lediglich Staunässe mögen sie nicht. Es darf ruhig sonnig und auch trocken sein. Sowohl Blätter als such später die Früchte sind mit einem filzigen Belag überzogen, der vor dem Austrocknen schützt. Natürlich ist ein nährstoffreicher Boden ideal. Wo dieser fehlt, wächst die Quitte trotzdem, nur eben noch etwas langsamer als gewöhnlich. Das langsame Wachstum der Bäume (Sträucher) lässt die Arten von Natur recht klein bleiben. So wie bei allen Obstsorten ist es von Vorteil, durch Schnittmaßnahmen eine luftige Krone zu erhalten. Es reicht, wenn Sie Ihre Quitten alle zwei Jahre nach dem Februar auslichten. Es muss Licht und Luft in die Krone, damit Pilzkrankheiten gar nicht erst aufkommen.

Ernte und Verwendung der Früchte

Quitten Anbau

Das Comeback der Quitten

Quitten müssen, wie oben bereits erwähnt, vor dem Verzehr gekocht werden. Die Ernte erfolgt im Oktober. Je später Sie die Früchte vom Baum holen, desto aromatischer werden sie. Trotzdem dürfen sich keine dunklen Stellen bilden, dann ist es zu spät. Und vor dem Frost sollten die Früchte ebenso in die Küche. Dafür halten sie sich in einem kühlen Keller durchaus zwei bis drei Monate. Sie müssen also nicht gleich die ganze Ernte verarbeiten.

Zum Kochen reiben Sie die filzige Hülle ab und schneiden die Früchte klein. Entweder Sie stellen dann Mus oder Saft her. Der Saft ist eine herrliche Grundlage für Gelee. Aus dem Mus lässt sich Quittenbrot herstellen. Dazu werden 1 1/2 Kilogramm Quitten mit 1/4 Liter Wasser und 100 Gramm Honig dick eingekocht. Als Würze kommen Zimt, Zitronenschale und gehackte Mandeln dazu. Legen Sie diesen Brei dünn in eine Fettpfanne und stellen Sie diese für vier bis sechs Stunden bei 50 Grad in den Backofen. Es entsteht kein Brot sondern ein süßes Quittenkonfekt. In Würfel geschnitten ist es eine ganz besondere Nascherei. Für diese sind verschiedene Rezepte bekannt. Probieren Sie Ihre Variante und Sie werden es nicht bereuen, eine Quitte im Garten zu haben.