Kraterbeet anlegen

Katerbeet anlegenEin Kraterbeet anlegen

Die Funktionsweise eines Kraterbeetes ist ähnlich der eine Hügel- oder Hochbeetes. Durch den Kompostiervorgang in der Vertiefung des Kraterbeetes entsteht Wärme, welche für einen hohen wie frühen Ertrag sorgt. Gleichzeitig werden die Pflanzen gegen Kälte und Wind durch die das Kraterbeet umgebende Wälle geschützt.

Das muss beim Anlegen eines Kraterbeetes beachtet werden

Um ein Kraterbeet anzulegen, muss im Garten ein geeigneter Platz gesucht werden. Wichtig ist eine sonnige West-Ost-Ausrichtung. Zudem sollte es nicht unbedingt in der Nähe einer Terrasse oder ständiger Aufenthaltsorte von Personen sein, da sich unangenehme Gerüche entwickeln können und zudem Insekten angelockt werden.

Um mit dem Anlegen des Kraterbeetes zu beginnen, benötigt man etwas groben Sand oder mittelfeinen Kies (ausreichend für eine 20 cm hohe Schicht) für die Bodenschicht bei Gebieten mit hohem Grundwasser. Normalerweise nimmt man einige Natursteine für den äußeren Rand als Begrenzung oder als Trittsteine beim Anlegen von großen Kraterbeeten. Das sieht nicht nur schön aus, sondern speichert zudem zusätzlich Wärme, welches an das Beet abgegeben wird. Weiter braucht man einen Pflock wie eine mindestens eine 1 Meter lange Schnur für die Kreisform. An Gartengeräten eignen sich eine Grabegabel wie eine Hacke.

Wer besonders viel Wert darauf legt, kann den Boden auch mit losen Gartenplatten auslegen. Doch darunter wird empfohlen, ein engmaschiges Drahtnetz gegen Wühlmäuse und andere Schädlinge auszulegen. Nun kann man mit dem eigentlichen Anlegen des Kraterbeetes begonnen werden.

Anleitung zum Anlegen eines Kraterbeetes für Anfänger

Da es nur sehr wenige und meist komplizierte Anleitungen zum Anlegen eines Kraterbeetes gibt, wurde eine sehr einfache Anleitung erstellt, welche auch bei Anfängern Erfolge zeigt. Zunächst muss überlegt werden, welchen Durchmesser das Beet haben soll. Für große Gärten empfehlen Profis zwei Meter Durchmesser. Bei kleinen Gärten reicht aber auch ein Kreis von 50 cm bis 1 m.

Um den Kreis zu erhalten, misst man die Schnur ab (den Durchmesser geteilt durch 2), dann wird die Schnur an den Pflock gebunden. Dieser wird in die vermutliche Mitte des Beetes eingeschlagen und die Schnur im Kreis flach über den Boden gezogen bis man die kreisrunde Form erhält. (Wer es noch einfacherer haben möchte, bindet an einer Seite der Schnur den Pflock fest und auf der anderen Seite der Schnur ein Stock. Mit diesem zieht man dann die Form.) Aufgepasst: die Schnur muss dabei straff bleiben.

Mit der Hacke wird nun die Erde vom Mittelpunkt ausgehend gelockert und an den Außenrand gebracht, bis die Sohle mindestens 20 cm tiefer liegt und der aufgeschüttete Wall am Rand etwa 30 cm über dem Erdboden liegt. Der äußere Wall sollte mit Steinen, am besten Natursteinen, abgestützt werden. Den inneren Teil bearbeitet man mit Grabegabel, bis die Erde ganz locker ist.

Nun wird der Maschendraht aufgelegt, um Schädlinge fernzuhalten. Als Drainage wird jetzt die Kiesschicht von 10 bis 20 cm eingebracht.

Wer lieber lose Steine oder Steinplatten verlegen möchte, sollte die Steine nur auflegen auf das Drahtgeflecht, damit das Regenwasser aus dem angelegten Kraterbeet abfließen kann. Hier eignen sich besonders Basaltsteine. In diesem Fall muss der Gartenbesitzer aber nochmals 30 cm tiefer die Erde ausheben und diesen Aushub dann auf die Schicht Steine bzw. Platten legen.

Jetzt wird eine Schicht grober Kompost auf die Erde gelegt (10 cm). Danach kommt eine Schicht aus gemischtem Feinkompost mit Muttererde auf den groben Kompost (etwa 10 cm). Damit ist das Kraterbeet fertig angelegt und kann bereits nach drei Tagen bepflanzt werden.