Gemüsegarten im Frühjahr

Selbstversorgt!

Selbstversorgt!: Gemüse, Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten

Haben die Kinder im Garten die letzten versteckten Ostereier gefunden, ist das das Signal an die Gärtner: Jetzt ist wieder Gartenzeit. Ab sofort wird wieder losgelegt. Ab sofort ist das Frühjahr nicht mehr weit. Die Tage sind bereits heller. Mit jedem Morgen wird der Tag einen Hahnenschrei länger. Im Garten beginnt nun der große Frühjahrsputz. Das, was die Herbststürme im Garten verteilt haben, wird jetzt aufgesammelt. Plastikblumentöpfe und Plastiktüten, die der Wind im Winter hergeweht hat, landen in der gelben Tonne. Die Gartenscheren werden frisch geölt und die Rosen geschnitten. Alles Vertrocknete muss raus, neue Trieben werden um die Hälfte oder um ein Drittel gekürzt. Immer jeweils auf ein Auge, das nach außen zeigen soll. Andere alte Sträucher, die im Herbst vergessen wurden, müssen ebenfalls dran glauben. Auch hier werden die vertrockneten Zweige und Äste radikal weggeschnitten. Der Rest wird entweder gekürzt oder (bei zu vielen überflüssigen Trieben) komplett entfernt.

Gemüsegarten im Frühjahr

Beete, die im Herbst nicht umgegraben worden sind, werden mit dem Sauzahn durchgezogen. Diese Art der Bodenlockerung ist dem Umgraben vorzuziehen, denn sie ist lebenserhaltend für unsere Regenwürmer. Wer vorher den Komposthaufen leerräumt und des Gärtners Gold auf dem Land verteilt, kann seinem Land noch etwas Gutes tun. Gut abgelagerter Kompost ist immer noch die beste Düngung für den Garten. Wer mag, kann jetzt schon Melde säen. Dieser Urzeitspinat keimt bereits bei geringeren Temperaturen. Und er ist erntereif, wenn andere Sträucher erst aus den Puschen kommen und die neuen Blätter treiben.


Ist der Boden halbwegs trocken, werden die Zwiebeln gesteckt. Aber bitte so weit auseinander, dass man zwischen den Reihen und auch zwischen den einzelnen Zwiebeln mit der eigenen Hacke durchkommt. Auch die Kartoffelzeit beginnt jetzt wieder. Überall auf den Märkten und in den Gartencentern bekommen Sie Pflanzkartoffeln. Bamberger Hörnchen, die französische La Ratte und der blaue Schwede sind Kartoffelsorten, die bei uns nur selten käuflich zu erwerben sind. Hier lohnt sich ein Anbauversuch. Ein Festessen zu Halloween für die Kinder: blaue Bratkartoffeln, ein quietschegelbes Omelett, dazu ein knallroter Tomatensalat aus den eigenen Tomaten oder leuchtend grüner Spinat. Das ist Gartenleben pur.

Garten für Selbstversorger

Küchengarten für Selbstversorger: Für Einsteiger: Schritt für Schritt zu frischer Ernte

Erst Anfang Mai werden die Bohnen gelegt. Der Boden sollte dafür bereits im April mit reifem Kompost vorbereitet sein. Bohnen benötigen Wärme und einen warmen trockenen Boden. Alle grünen und gelben Buschbohnen, Stangenbohnen mit runden oder auch flachen Hülsen werden erst jetzt gelegt, weil erst der Mai ihnen die passende Temperatur zum Keimen bieten kann. Hier trifft der alte Gärtnerspruch zu: „Sähst Du mich im April, so kommt ich, wann ich will. Sähst Du mich im Mai, dann komm ich glei“.

Erst danach geht es weiter mit dem restlichen Gemüse. Wer kein Gewächshaus sein eigen nennt, pflanzt ab Mitte Mai Tomaten. Nach Möglichkeit so, dass sie einigermaßen regensicher stehen. Und auch nicht zu dicht nebeneinander, denn das begünstigt die berüchtigte Braunfäule. Der Anbau von Tomaten in 10-Liter-Eimern ist durchaus zu empfehlen, denn diese können relativ leicht umgestellt werden. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, an Gurken, Zucchini und Kürbisse zu denken und diesen Sorten ein Plätzchen im Gemüsegarten im Frühjahr zu reservieren.

Wer sich bis hierhin durchgearbeitet hat, hat die Frühjahrsarbeiten geschafft. Jetzt kann der Sommer kommen.